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Le racisme expliqué à ma fille

Le racisme expliqué à ma fille Zusammenfassung Tahar Ben Jelloun ist ein marokkanischer Schriftsteller und Poet und lebt mit seiner Familie in Paris. Jelloun schrieb 1997 einen Dialog mit seiner Tochter nieder, um zu beschreiben, dass Rassismus ein Verhalten ist, bei dem anderen Menschen mit anderen körperlichen oder kulturellen Merkmalen nicht getraut wird. Dieses Verhalten ist aber nicht angeboren, sondern hängt stark von der Sozialisation und der Bildung eines Menschen ab, weil innerhalb davon das Umfeld Vorurteile gegenüber Menschen mit anderen Merkmalen vermitteln kann. Der Glaube an diese Vorurteile löst Angst aus, da man sich, egal ob begründet oder unbegründet, bedroht fühlt. Manche französischen Politiker behaupten, dass Ausländer/innen den Franzosen ihre Arbeitsstellen wegnehmen, was eine falsche Information ist, welche die Bevölkerung aber glaubt. Die Tochter fragt, was «Ausländer» bedeutet. Der Vater erklärt ihr, dass es sich beim Begriff um jemanden aus einem and...

Im Grunde gut

Im Grunde Gut – Rutger Bregman Die Menschheit denkt schlecht über die Menschheit: Menschen seien egoistisch und würden in Notsituationen nicht rücksichtsvoll gegenüber anderen Menschen agieren. Bregman widerspricht diesem Menschenbild, welches aktuell verbreitet verankert ist. "Menschen scheinen supersoziale Menschen zu sein" (S. 90), weshalb der Mensch überhaupt die Welt erobern konnte. Wir lernen voneinander und wir interagieren miteinander und ja, wir helfen einander, denn: Der Mensch ist im Grunde gut! Die aktuelle Corona-Krise hat dies meiner Meinung nach ebenfalls bestätigt. In unserer Region hatten wir sogar zu viele freiwillige Helfer! Das Buch erinnert mich teilweise an "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Harari, denn in beiden Büchern wird erklärt, dass die Erfindung des Besitzes bzw. die landwirtschaftliche Revolution, ein fataler Fehler der Menschheit war. Denn nun gab es Grund zum Streiten, wenn nicht sogar Kriegen. Dennoch wil...

Utopien für Realisten

Utopien für Realisten- Rutger Bregman "Wir leben in einer Ära des Wohlstands und des Überflusses, aber es ist eine freudlose Ära" (S. 15). Bregman ruft seine Leser auf utopisch zu denken, denn trotz Wohlstand gibt es für die Menschheit noch unerreichte Ziele zu verfolgen.   Man bedenke, dass das Wahlrecht der Frauen, die Ehe für Homosexuelle, ja selbst die Vorstellung einer Demokratie vor einigen Jahren noch belächelt wurden. Bregman’s Aussage "für jeden Antrag auf Unterstützung gibt es ein entwürdigendes Verfahren, das sehr viel Geld verschlingt» (S. 117), kann ich unterschreiben. Auch hier in der Schweiz steht Bürokratie und Kontrolle im Rahmen der Sozialhilfe im Vordergrund, was die Betroffenen daran hindert, eine Lösungsstrategie für ihr eigentliches Problem zu finden. Ich selbst arbeitete auf dem Sozialdienst und erlebte mit, wie sehr das Ausfüllen von Formularen oder lange Wartezeiten aufgrund komplizierter Vorgehensweisen und Entscheidungsprozessen das eig...